Duelle im Überblick – Teil 2

Gruppe B:

VFK Berlin (1.Nord) – Ahlhorner SV (3.Nord)

Zwar hat der VFK beide Spiele in der Saison gewonnen, doch dies bietet keine Garantie für ein erfolgreiches Spiel in Mannheim. Gegen Ende der Saison wurde Ahlhorn immer stärker und schlug Brettorf souverän. Doch auch Berlin spielte vor allem sogar in der Rückrunde eine bärenstarke Saison. Keine einzige Niederlage ist beim VFK zu verzeichnen. Es treffen zwei formstarke Teams aufeinander.

Bild: Christian Kadgien

Angabe: Schubert / Kögel gegen Johannes. Die Sprungangaben der beiden Berliner können mit den Angaben von Johannes auf jeden Fall mithalten. Entscheidend wird sein wer weniger Fehler macht und wer den kühleren Kopf behält. Tendenziell ein Vorteil für die Berliner, da sie über mehr Optionen verfügen als Ahlhorn. 1:0

Spielschlag/Block. Schubert / Kögel gegen Johannes. Zwar ist Kögel nicht der größte Blockspieler, doch macht er das mit Spielverständnis und Cleverness wieder wett. Im Spielschlag macht Schubert keinem was vor. Ob mit Kraft, Präzision oder taktischer Finesse, jeder Schlag des Linkschlägers ist wohl überlegt. 2:0

Abwehr/Zuspiel: Beide Seiten verfügen über hervorragender Abwehrspieler. Ob die Gebrüder Albrecht oder Jascha Ohlrich, beide Reihen sind nur schwer zu knacken. Punkt für beide. 3:1

Zwar scheint es ein klares Duell zu sein zwischen den beiden Nordvereinen, doch wenn die starke Abwehr von Ahlhorn die Angriffe des Berliner Duos entschärfen kann und dazu Johannes den Ball schön servieren, könnte der ASV das Spiel für sich entscheiden.

 

Ahlhorner SV (3.Nord) – TSV Pfungstadt (2.Süd)

Zwar hat der TSV so viele Niederlagen wie noch nie im Oberhaus erleiden müssen, dennoch sind die Hessen ein klarer Titelanwärter. Bei der letztjährigen DM in Rosenheim konnte man das Duell zwischen Johannes und Schmutzler schon begutachten. Ein sehr enges und spannendes Spiel konnte am Ende Schmutzler für seine Mannschaften entscheiden. Es bleibt abzuwarten, ob ihm das noch einmal gelingt.

Angabe: Johannes gegen Schmutzler. Schmutzler hat nicht zuletzt beim Europapokal gezeigt, dass er in der entscheidenden Phase der entscheidende Mann sein kann. Ein Ass folgte dem nächsten. Doch auch Johannes kann da mithalten. Da Schmutzler diese Form in dieser Saison noch zu selten abrufen konnte, bleibt es bei einem unentschieden. 1:1

Spielschlag/Block: Johannes gegen Schmutzler. Auch hier kein entscheidender Vorteil für irgendjemanden. Sowohl Johannes als auch Schmutzler können ein Spiel allein entscheiden. Da aber Johannes seine Größe am Block ausspielen kann, gibt es den Punkt für den ASV. 2:1

Abwehr/Zuspiel: Das jeder Abwehrspieler von Pfungstadt auch gleichzeitig ein Teil der deutschen Nationalmannschaft ist, reicht allein schon damit dieser Punkt an den TSV geht. 2:2

Das Spiel dürfte sehr ausgeglichen und spannend werden. Wenn Pfungstadt in der Lage ist ihre beste Leistung in Mannheim zu zeigen, wird es der Ahlhorner SV mit großen Problemen zu tun bekommen.

VFK Berlin (1.Nord) – TSV Pfungstadt (2.Nord)

Ein Duell, dass mit sehr viel Vorfreude erwartet wird. Einige der besten Spieler in ganz Deutschland sind auf dem Hallenboden, wenn diese Mannschaften aufeinandertreffen. Der Hallenmeister gegen den Feldmeister. Weltmeisterangriff gegen Weltmeisterabwehr. Ein Duell der Superlative, doch wer wird am Ende als Sieger den Platz verlassen?

Angabe: Schubert gegen Schmutzler. Beide Angreifer verfügen über eine variantenreiche Angabe, die zu jeder Zeit zu einem direkten Punktgewinn führen kann. 1:1

Spielschlag/Block: Schubert / Kögel gegen Schmutzler. Kögel ist ein hervorragender Blockspieler und kann seinen leichten Größenvorteil gegenüber Schmutzler ausspielen. Auch im Spielschlag setzt Schubert mindestens genauso viele Punkte wie Schmutzler. Punkt für Berlin. 2:1

Bild: Christian Kadgien

Abwehr/Zuspiel: Es gibt nur weniger Abwehrreihen die mit der Pfungstädter mithalten kann. Die gesamte Reihe ist mit Deutschland im Sommer World-Games Sieger geworden. Punkt für Pfungstadt. 2:2

Unentschieden. Da es dies bekannterweise an der DM nicht geben wird, wird, wie so häufig, die Tagesform entschieden. Tendenziell dürfte zwar Berlin als leichter Favoriten gesehen werden, doch wenn Schmutzler ein guten Tag erwischen sollte, wird er das Leben der Berliner sehr schwer machen.

 

Auch Gruppe B ist spannend wie nie! Einen klaren Favoriten auf den Gruppensieg gibt es nicht. Daher dürfte ihnen nichts anderes übrig bleiben als sich das Spektakel live vor Ort anzuschauen und mitzuerleben, wer die beiden Halbfinaltickets für den Sonntag ergattern wird.

Duelle im Überblick – Teil 1

Gruppe A:

TV Schweinfurt-Oberndorf (1.Süd) – TV Käfertal (Ausrichter)

Auf dem Papier ist der Ausgang dieses Duell glasklar. Die beste Mannschaft der Südstaffel trifft auf den Underdog. Doch die abgelaufene Saison hat gezeigt, dass der TVK durchaus Paroli bieten kann. Das jeweilige Heimteam gewann das Spiel mit 5:3. Ob es daran lag, dass Oliver Bauer bei der Niederlage nicht mitwirkte oder der TVK sich in der Rückrunde deutlich verbessert zeigte,  wird sich wohl direkt im Eröffnungsspiel zeigen. Bauer hat seine Verletzung überstanden und wird angreifen wollen.

Bild: Christian Eschner

Angabe: Mit Bauer hat Oberndorf eine weitere Alternative vor allem in der Angabe. Im Gegensatz dazu hat der TVK Trinemeier und Stoklasa. Hier lässt sich keinen Vorteil für eine der beiden Mannschaften finden, daher gibt es einen Punkt für beide. 1:1

Spielschlag/Block: Bauer gegen Stoklasa. Stoklasa ist stärker denn je aus seiner Verletzung hervorgegangen und spielte eine starke Saison im Spielschlag und im Block, Bauer dagegen hat die Erfahrung auf seiner Seite. Auch hier ein Punkt für beide, da Stoklasa sich erst noch auf großer Bühne beweisen muss. 2:2

Abwehr/Zuspiel: Ein klarer Punkt für den TVO. Zwar spielt die Reihe des TVKs eine gute Saison, doch fehlt die Erfahrung auf höchstem Niveau. Dazu kommt mit Fabian Sagstetter einer der besten Spieler der Welt.

Endstand: 3:2 Für Schweinfurt-Oberndorf

Favorit ist ganz klar der TVO, doch wenn Käfertals Reihen dicht stehen und Stoklasa ein ums andere Mal in Szene setzen können, wird auch Oberndorf einige Probleme bekommen.

 

TV Käfertal (Ausrichter) – TV Brettorf (2.Nord)

Ein Pflichtspiel gab es zwischen diesen beiden Mannschaften noch nicht, daher ist eine Gegenüberstellung ziemlich schwierig. Brettorf startete stark in die Saison und verlor gegen Ende ihren Rhythmus. Spiegelverkehrt verlief die Saison von Käfertal. Schwach angefangen und stark aufgehört. Fängt sich der TVB bis zum kommenden Wochenende und bringt die Leistung vom Beginn der Saison, ist der Nordvertreter der leichte Favorit.

Angabe: Hollmann oder Kläner gegen Trinemeier oder Stoklasa. Ein Duell auf Augenhöhe. Hollmann und Stoklasa die mit Druck aufschlagen und Kläner und Trinemeier die mit Präzision glänzen können. Kein Vorteil für eine der beiden Angriffsreihen. 1:1

Spielschlag/Block: Stoklasa gegen Kläner. Der erfahrene Routinier aus Brettorf dürfte zwar im Block leichte Vorteile gegenüber dem unerfahreneren Stoklasa haben, da jedoch der Spielschlag auf Seiten der Käfertaler eine regelrechte Waffe ist, geht der Punkt nach Mannheim. 2:1 für Käfertal

Abwehr/Zuspiel: Die Reihen sind auf beiden Seiten ähnlich aufgebaut. Mindestens ein erfahrener Spieler mit zwei jüngeren Wilden gepaart. Die erfahrenen Mondl und Lemke wollen in ihren Mannschaften für die nötige Ruhe sorgen. Wem es am Ende gelingen wird, werden wir am Samstag sehen dürfen. Ausgeglichener Punkt. 3:2 für Käfertal

Auch in dieser Partie dürfte es sehr eng werden. Wenn Stoklasa die Leistung aus der Rückrunde aufs Paket legen kann, dürften die Mannheimer einen leichten Vorteil haben. Am Ende wird aber die Tagesform entscheidend sein, wer die wichtigen Punkte fürs Halbfinale verbuchen kann.

 

TV Schweinfurt-Oberndorf (1.Süd) – TV Brettorf (2.Nord)

Mittlerweile kennen sich die beiden Mannschaften. Nicht zuletzt das knappe 3:2 für den TVB während der vergangenen Hallen-DM in Rosenheim,

Deutsche Meisterschaft Faustball Halle 11./12.3.2017 in Rosenheim (Foto: Ingo Stöldt)

zeigt wie eng es zwischen diesen beiden Kontrahenten zugehen kann. Ob sich Schweinfurt dieses Jahr revanchieren kann, wird sich am 10.März in der GBG-Halle in Mannheim zeigen.

Angabe: Bauer gegen Kläner/Hollmann. Erfahrung ist auf beiden Seiten vorhanden. Sowohl Kläner als auch Bauer haben mittlerweile einige DMs in den Beinen. Wer nun am Ende des Tages über den besseren Aufschlag verfügt, lässt sich pauschal nicht sagen. Daher gibt es einen Punkt für beide. 1:1

Spielschlag/Block: Bauer gegen Kläner. Kläner ist zwar der bessere Blockspieler, dafür ist Bauer einen Tick stärker im Spielschlag. Auch hier gibt es keinen direkten Sieger. 2:2

Abwehr/Block: Entscheiden wird dieses Duell erneut die Abwehr. Da auf Seiten des TVO nur Welt- und/ oder Europameister stehen, muss dieser Punkt nach Schweinfurt-Oberndorf gehen. 3:2 für Schweinfurt-Oberndorf

Dieses Duell sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen! Es wird voraussichtlich mindestens genauso spannend, wie die beiden vorherigen Gruppenspiele. Ob es am Ende wirklich für die Mannen um Fabian Sagstetter reichen wird oder ob es Tobi Kläner schafft seine Mannschaft die zwei Punkte zu sichern, wird man in der Nachmittagssession am Samstag sehen können.

Im nächsten Teil beleuchten wir dann die Spiele der Gruppe B mit Titelverteidiger Pfungstadt, Feldmeister Berlin und dem Ahlhorner SV.

Deutsche Meister unter sich

Nun steht alles fest. Nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Gruppenkonstellation sind seit dem letzten Wochenende in Stein gemeißelt.

Bild: Christian Kadgien

Nach den empfindlichen Niederlagen gegen Ahlhorn (1:5) und Hannover (4:5) belegt der TV Brettorf doch „nur“ den 2. Tabellenplatz in der Nordstaffel. Somit treffen die Silbermedaillengewinner des Europapokals auf zwei Südvertreter, nämlich auf den TV Käfertal und den TV Schweinfurt-Oberndorf. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, lässt sich im Vorfeld nur schwer beurteilen. Während Brettorf und Oberndorf sich schon einige Male bei Deutschen Meisterschaften gegenüberstanden, gab es das Duell zwischen TVK und TVB in einem Pflichtspiel noch nie.

Bild: Facebookseite TSV Pfungstadt

Profiteur der Niederlagen des TV Brettorf ist der VFK Berlin. Als Erstplatzierter der Nordstaffel treffen die Deutschen Meister aus der Feldsaison auf den Deutschen Meister der vergangenen Hallensaison, den TSV Pfungstadt. Beide Abwehrreihen gehören zu den Besten der Welt und werden dazu von Nationalangreifern angeführt. Steve Schmutzler und Lukas Schubert, das Duo das Deutschland zum World-Games Titel führte, trifft nun aufeinander. Eines der vielen Highlights, die an dieser Deutschen Meisterschaft erwartet werden dürfen.

Auch der Ahlhorner SV möchte am Sonntag noch mitwirken. Dafür benötigt es mindestens einen Sieg gegen einen der beiden zuvor genannten. Im Heimspiel gegen den VFK hat man gezeigt, dass man mit den Männern aus der Hauptstadt mithalten kann. Eine sehr knappe 4:5 Niederlage im Februar gibt Hoffnung für eine mögliche Revanche in Mannheim.

Auch der TSV Pfungstadt ist nicht unschlagbar. Mit fünf(!) Niederlagen in der abgelaufenen Hallensaison, spielte der TSV eine seiner schlechtesten Saison im Oberhaus. Dies will sich Ahlhorn zu Nutze machen und den angeschlagenen Europapokalsieger stürzen.

Beide Gruppen sind dieses Jahr nur schwer zu berechnen. Die beiden Meister aus der Süd- und Nordstaffel sind wahrscheinlich die beiden Topfavoriten auf den Titel. Doch das Feld der sechs Mannschaften ist leistungstechnisch gesehen so nah beieinander wie noch nie! Die Tagesform wird am Ende dafür ausschlaggebend sein, welche vier Mannschaften den Samstag überstehen und somit um die Medaillen spielen dürfen.

In der nächsten Ausgabe der „Road to the finals“ geben wir unsere Einschätzung zu jedem der sechs Teilnehmer.

 

Teilnehmerfeld steht fest

Sowohl im Süden als auch im Norden der Faustball-Republik stehen die Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft in Mannheim fest. Wir beleuchten die Spiele des vergangen Wochenendes im Süden.

Mit einem 5:1 Auswärtserfolg am Samstagabend qualifizierte sich der TSV Pfungstadt als dritte und letzte Mannschaft für die Deutsche Meisterschaft. Die 3:5-Heimniederlage gegen den TV Käfertal wird da wohl verkraftbar sein. Das sehr gute Satzverhältnis der Hessen macht den Unterschied gegenüber den Konkurrenten aus Offenburg und Calw.

Aufgrund des deutlichen Sieges in Stammheim können die Gelbhemden für den 10./11. März ihre Koffer packen. Mit einem abschließenden Satzverhältnis von 63:44 können die beiden Konkurrenten aus Offenburg 52:42 (ein ausstehendes Spiel) und Calw 45:42 (zwei ausstehende Spiele), nicht mehr nachziehen, selbst wenn die abschließenden Spiele erfolgreich gestaltet werden würden. Nun gilt es für die Hessen, die Vorbereitung für die Deutsche Meisterschaft optimal zu gestalten. Mit dem Ahlhorner SV steht einer der beiden Nordvertreter schon fest, auf den der TSV treffen wird. Der ASV wird den dritten Platz in der Nordstaffel belegen und somit neben Pfungstadt auf den Nordmeister treffen. Ob Schmutzler das Größendefizit gegenüber dem Ahlhorner Angreifer, Christoph Johannes, erneut wettmachen kann, wie zuletzt bei der vergangenen DM in Rosenheim, bleibt abzuwarten. Ein spannendes Duell ist uns somit schon einmal sicher!

Der TV Käfertal fährt weiter auf der Erfolgsspur. Mit einem 5:3-Sieg in Pfungstadt stehen die Mannheimer nun bei vier Siegen in Folge. Bei noch zwei ausstehenden Spielen in Stammheim und gegen Hohenklingen scheint es so, als ob die Mannschaft um Mittelmann Felix Klassen ihren Rhythmus gefunden hat. Nun gilt es die Form zu halten und sich in den abschließenden Spielen perfekt für die Heim-DM einzuspielen. Bereits das Eröffnungsspiel gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf wird zeigen, ob der TVK auf diesem hohen Niveau mitspielen kann.

Bild: Roland Wurster

Ein spannendes Spiel bestaunten die Zuschauer am Samstagabend in Calw. Eine 3:0 Führung des TV Schweinfurt-Oberndorf konnte der Aufsteiger zu einem 3:3 egalisieren. Doch am Ende mussten die Schwaben durch die 4:5-Niederlage ihre DM-Träume für diese Saison begraben. Am Ende wird trotzdem eine sehr erfolgreiche Aufsteiger-Saison für die junge Mannschaft zu Ende gehen. Beim abschließenden Spiel in Offenburg wird man dennoch noch einmal alles zeigen wollen und die Punkte aus Baden mit nach Hause nehmen.

Obwohl der FBC Offenburg dieses Wochenende nur zuschauen durfte, müssen auch sie ihre DM-Träume begraben. Doch ein dritter oder vierter Tabellenplatz am Ende der Saison ist wohl als klarer Erfolg für die Mannschaft von Trainerin Birthe Lilienthal zu verbuchen.

Bild: Facebookseite Ahlhorn

Auch im Norden sind fast alle Entscheidungen gefallen. Berlin, Brettorf und Ahlhorn sind die Teilnehmer der Nordstaffel. Durch die Niederlage des TK Hannover gegen Kellinghusen, ist der 3. Tabellenplatz dem Ahlhorner SV nicht mehr zu nehmen. Die einzige Frage die sich im Norden noch stellt, ist: Wer gewinnt die Nordstaffel? Brettorf hat das deutlich bessere Satzverhältnis als Berlin, doch die Mannschaft um Malte Hollmann muss noch ein schwieriges Derby in Ahlhorn absolvieren und im Heimspiel gegen Hannover bestehen. Aufgrund des besseren Satzverhältnisses reichen Brettorf aber sogar zwei knappe Siege, um sich die Meisterschaft zu sichern.

Der Süden ist also entschieden, nur im Norden ist eine Entscheidung noch offen. Berlin oder Brettorf? Der Gewinner des Rennens um die Nordmeisterschaft, wird es mit dem TSV Pfungstadt und dem Ahlhorner SV zu tun bekommen, der Verlierer mit dem TV Schweinfurt-Oberndorf und dem TV Käfertal.

Es wird also ein spannendes Wochenende im Norden!

Wundertüte Bundesliga Süd

Ein Ergebnis der 1.Bundesliga Süd richtig zu tippen, scheint im Moment schwieriger zu sein, als im Lotto zu gewinnen. Ein Aufsteiger gewinnt gegen den Deutschen Meister, der Tabellenvorletzte besiegt den ungeschlagenen Tabellenführer, gleichzeitig stehen die beiden Absteiger dieser Saison seit dem vergangenen Wochenende schon fest. Das Rennen um den letzten DM-Qualiplatz bleibt indes spannend.

Bild: Christian Eschner

Auch der Sieg gegen den TV Vaihingen/Enz Anfang Januar konnte Hohenklingens Saison keinen Impuls geben und den bitteren Abstieg verhindern. Neben den beiden Siegen gegen Abstiegskandidat Stammheim konnte Hohenklingen keine Punkte sammeln. Mit nur noch einem Spiel vor der Brust, ist das rettende Ufer nicht mehr zu erreichen und so wird der Aufsteiger der vergangenen Saison, den Gang in die 2. Liga antreten müssen.

Begleiten in die 2.Liga wird Hohenklingen der TV Stammheim. Ohne ihren etatmäßigen Hauptangreifer und anderen wichtigen Stützen stehen die Stuttgarter mit null Punkten aus elf Partien am Ende der Tabelle. Einige Male konnte die junge Stuttgarter Mannschaft seinen Gegnern Paroli bieten und Duelle äußerst knapp gestalten. Zu einem Punktgewinn reichte es jedoch nicht. In den restlichen Spielen will sich die Mannschaft noch einmal teuer verkaufen und sich aus der 1. Liga gebührend verabschieden.

Für den TV Vaihingen/Enz ist die Saison bereits beendet. Mit einem ausgeglichenen Konto steht der TVV auf dem fünften Tabellenplatz, kann aber noch vom TV Käfertal überholt werden. In den vergangenen Wochen sorgten die Schwaben für einige Überraschungen in der Liga. Siege gegen Calw und Pfungstadt folgte eine überraschend hohe Niederlage gegen den TV Käfertal. Schlussendlich wird sich Vaihingen im unteren Mittelfeld der Tabelle wiederfinden und wird sich damit wohl zufriedengeben müssen.

Zwar stehen nach dem vorzeitigen Klassenerhalt des TV Käfertal – der somit von seiner Wildcard profitieren kann – zwei der drei Teilnehmer für die Deutsche Meisterschaft in Mannheim schon fest, doch der Kampf um das letzte Ticket ist noch längst nicht entschieden. Für Offenburg, Pfungstadt und Calw geht es in den abschließenden Spielen um alles.

Auf Platz zwei in der Tabelle rangieren derzeit die Gelbhemden aus Pfungstadt. Durch die Niederlagen in Calw und zuhause gegen Offenburg müssen in den abschließenden Spielen gegen Käfertal und Stammheim unbedingt zwei Siege her, um sich Platz 2 in der Tabelle zu sichern.

Auf Platz 3 hat sich der FBC Offenburg klammheimlich gepirscht. Durch den knappen Sieg in Pfungstadt haben auch die Badener noch theoretische Chancen auf die DM. Um diese Chance zu wahren, muss allerdings ein deutlicher Sieg im abschließenden Spiel gegen Calw her. Nur dann könnte der FBC die Pfungstädter noch überholen.

Auch der TSV Calw bleibt im Rennen um den letzten Qualifikationsplatz. Der Aufsteiger ist immer wieder für eine Überraschung gut: Einem Sieg gegen die favorisierten Pfungstädter folgte eine Niederlage in Vaihingen/Enz. Durch die Niederlage in Käfertal müssten in den abschließenden Spielen gegen Ligaprimus Oberndorf, Konkurrent Offenburg und Absteiger Stammheim mindestens zwei Siege her, um noch an Pfungstadt und Offenburg vorbeizuziehen.

Die Südmeisterschaft ist allerdings schon entschieden. Zwar zeigten die Schweinfurter in Käfertal und gegen Pfungstadt, dass sie nicht unschlagbar sind, aber mit 11 Siegen aus 13 Spielen, steht die Mannschaft um Jungnationalspieler Johann Habenstein nicht umsonst an der Spitze.

Die größte Wundertüte ist wohl der TV Käfertal. Einer überraschend deutlichen Niederlage in Offenburg folgte ein noch überraschenderer Sieg gegen den zuvor ungeschlagenen Spitzenreiter aus Schweinfurt. Seit nun drei Spielen ist der Gastgeber aus Mannheim seinerseits ungeschlagen und es scheint, als hätte sich die Mannschaft gefunden. Durch die Wild-Card Regelung der DFBL steht auch für die Mannheimer schon jetzt fest, dass sie an ihrer Heim-DM mitspielen dürfen.

Bild: Christian Eschner

Ein Duell für die Deutsche Meisterschaft steht auch schon fest. Der TV Schweinfurt-Oberndorf wird im Eröffnungsspiel auf den Gastgeber TV Käfertal treffen. Das jeweilige Heimteam hatte sein Spiel in der Runde gewonnen. Für Spannung ist in dieser Begegnung also für alle Fälle gesorgt! Das kommende Wochenende könnte bereits die Entscheidung im DM-Rennen bringen. Sollte Pfungstadt gegen Käfertal gewinnen und Calw tags zuvor in Schweinfurt verlieren, dürften wohl auch die Hessen am 10./11. März in Mannheim aufschlagen.

Die Würfel im Norden scheinen gefallen  

 

Der Kampf um die DM-Plätze in der 1. Bundesliga Nord scheint entschieden.

Der VFK Berlin und der TV Brettorf werden den ersten Platz im Norden höchstwahrscheinlich unter sich ausmachen. Bei noch vier ausstehenden Spielen hat der VFK Berlin zwar noch Ahlhorn und Hannover vor der Brust, doch der Deutsche Meister der Feldsaison ist in diesen Duellen der klare Favorit. Im Kampf um die Spitze wird es für die Mannschaft um World Games Sieger Lukas Schubert, aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses gegenüber Brettorf allerdings ein schweres Unterfangen.

Die besten Karten auf die Nordmeisterschaft hat der TV Brettorf. Die Qualifikation für die Endrunde in Mannheim ist bei drei verbleibenden Spielen bereits sicher. In den Spielen gegen Ahlhorn, Hannover und der Turnerschaft aus Berlin geht es für die etablierte Mannschaft also primär um die Meisterschaft im Norden und somit eine gute Ausgangslage für die DM.

Auch das Rennen um Platz drei scheint nach dem vergangenen Wochenende entschieden.

Das direkte Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten aus Hannover und Ahlhorn ging deutlich mit 5:1 an den ASV. Zwar hat der TKH zwei Spiele weniger bestritten, aber auch zwei Niederlagen mehr auf dem Konto als Ahlhorn. Da Hannover und Ahlhorn ein ähnlich schweres Restprogramm haben, scheint der Kampf um Platz drei so gut wie entschieden.

Bereits am kommenden Wochenende könnte der zweite DM-Platz fix vergeben sein.

Berlin trifft sowohl auf den Drittplatzierten aus Ahlhorn, wie auch auf den Viertplatzierten aus Hannover. Sollte Berlin mindestens eins dieser Spiele erfolgreich gestalten, ist auch der VfK schon sicher für das Wochenende am 10./11. März qualifiziert.

Mehr Spannung verspricht indes der Abstiegskampf im Norden. Hier kämpfen die Berliner TS, der Leichlinger TV und der TSV Hagen noch um den letzten Platz am rettenden Ufer.

Enges Rennen im Süden

Rückblick auf die Hinrunde der Bundesliga Süd

Die Überraschung vorweg: Der Aufsteiger aus Calw steht auf dem dritten Tabellenplatz und hätte momentan unter den eigentlichen Qualifikations-Regeln die Teilnahme für die Deutsche Meisterschaft inne. Sollte Käfertal aber den Klassenerhalt schaffen, würden die Mannheimer von ihrer Wild Card profitieren und nur die zwei Erstplatzierten aus dem Süden dürften an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen. Mit nur zwei Niederlagen gegen das Duo an der Spitze überzeugt der junge Kader auf ganzer Linie in ihrer ersten Saison im Oberhaus. Man muss die Calwer auf dem Zettel haben, wenn es um die Qualifikation für die Endrunde geht. Der knappe Erfolg gegen Pfungstadt am Wochenende unterstreicht die Calwer Ambitionen eindrucksvoll. Doch durch die Niederlage gegen Vahingen/Enz müssen sie auf die Konkurrenz hoffen, denn aus eigener Kraft ist die Qualifikation nun nicht mehr möglich.

Ganz oben thront mit zehn Siegen aus zehn Spielen der TV Schweinfurt-Oberndorf. Obwohl die Mannschaft um Kapitän Fabian Sagstetter auf ihren etatmäßigen Angreifer Oliver Bauer derzeit verletzungsbedingt (Fingerbruch) verzichten muss, setzte sich die Mannschaft aus Franken bisher in jedem Spiel durch. Der TVO ist nicht nur der Favorit auf den Spitzenplatz im Süden, sondern auch eine Mannschaft, der gute Chancen zugeschrieben werden, im März ganz vorne zu landen. Ob mit oder ohne Oliver Bauer: Oberndorf wird auch in der Rückrunde nur sehr schwer zu schlagen sein.

Bild: Christian Eschner

Die Gelbhemden aus Pfungstadt finden sich auf dem etwas ungewohnten zweiten Tabellenrang wieder, dürften aber wohl trotzdem mit nur einer Niederlage nach der Hinrunde zufrieden sein. Die Rückrunden-Niederlage gegen Calw setzt die Hessen nun aber gehörig unter Druck. Ihre Klasse zeigte Pfungstadt jüngst beim Gewinn des Champions Cups in Brettorf, weshalb die Niederlage gegen Calw für viele überraschend kam. Wenn sich die Mannschaft noch besser aufeinander einstellt, werden auch sie nicht nur an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen, sondern um den Titel mitspielen.

Lediglich theoretische Chancen auf eine DM-Teilnahme haben der FBC Offenburg und der TV Vahingen/Enz. Die Offenburger verloren bisher fünf Spiele, haben damit schon einen ordentlichen Rückstand auf Platz zwei. Eine DM-Teilnahme wird wohl nur möglich sein, wenn die Badener die restlichen Spiele der Rückrunde gewinnen sollten und sie müssen zusätzlich auf Fehler der Konkurrenz hoffen.

Vaihingen/Enz würde nur noch ein Wunder helfen, um sich doch noch zu qualifizieren. Der Abstand auf die Abstiegsränge ist in den letzten Spielen geschmolzen und es bleibt abzuwarten, ob er groß genug ist, um den Klassenerhalt zu sichern. Die Pflichtspiele gegen die Mannschaften aus dem Tabellenkeller sollten aus Sicht der Vahinger gewonnen werden, will man nicht noch weiter in den Abstiegsstrudel geraten.

Bisher enttäuschend sind die Ergebnisse des TV Käfertal. Mit nur zwei Siegen in sieben Spielen steht die Mannschaft um Kapitän Dominik Mondl auf dem siebten Tabellenplatz und kämpft gegen den Abstieg. Die Konkurrenten aus Hohenklingen und Vaihingen haben aber bereits vier bzw. drei Spiele mehr absolviert. Nach der unglücklichen Verletzung von Nick Trinemeier am ersten Spieltag schafften es die Mannheimer erst nach dessen Rückkehr wieder, erfolgreichen Faustball zu spielen. Der Klassenerhalt würde ausreichen, um an der Deutschen Meisterschaft teilzunehmen. Dafür müssen aber vor allem die Spiele gegen die anderen Abstiegskonkurrenten gewonnen werden.

Der TV Hohenklingen und der TV Stammheim werden in der Rückrunde alles dafür tun, um den Abstieg noch zu verhindern. Für die Stammheimer wird das zur Herkulesaufgabe, da auch in der zweiten Hälfte der Saison viele wichtige Spieler verletzungsbedingt fehlen werden. Der Klassenerhalt käme einer Sensation gleich. Für Hohenklingen werden die Spiele gegen die direkten Konkurrenten aus Stammheim und Käfertal wohl entscheidend sein. Wenn man diese erfolgreich gestalten kann, ist der Abstieg noch zu verhindern, sollte Käfertal nicht an anderer Stelle weitere Punkte sammeln.

Durch die besonderen Qualifikationsregeln der Wild-Card-Regelung, verspricht die 1. Bundesliga Süd bis zum letzten Spieltag spannend zu bleiben. Oberndorf, Pfungstadt und Calw kämpfen um die Quali-Plätze an der Spitze und hoffen wohl insgeheim auf den Abstieg Käfertals, damit auch der dritte Platz zur Qualifikation reicht. Stammheim scheint spätestens seit der Rückrunden-Niederlage gegen Hohenklingen abgestiegen. Der zweite Abstiegsrang wird wohl zwischen Hohenklingen und Käfertal ermittelt.

Altbekanntes Trio an der Spitze

Hinrunde der Bundesliga Nord

Die Hinrunde der 1.Faustball Bundesliga Nord verlief ohne große Überraschungen. Schon jetzt scheint klar, welche Mannschaften noch Chancen haben, sich für die Endrunde in Mannheim zu qualifizieren.

Auf dem Spitzenplatz der Liga thront der TV Brettorf.

Foto: Rouven Schönwandt

Ohne Niederlage, aber dafür wieder mit Tobias Kläner, ist den Niedersachsen die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft kaum noch zu nehmen. Selbst gegen die Mitfavoriten blieb man schadlos und gewann die Spitzenspiele überraschend deutlich. Auch ein starker zweiter Platz beim vergangenen Champions Cup zeigt, wie viel Potential in der Mannschaft steckt. Auch eine Revanche gegen den Finalgegner aus Pfungstadt an der Deutschen Meisterschaft, könnte ein angestrebtes Ziel sein.

Wie jedes Jahr ist auch der VFK Berlin wieder ganz vorne mit dabei.

Bei einer überraschend deutlichen Niederlage gegen Brettorf und sieben Siegen, liest sich die Bilanz der Hauptstädter zufriedenstellend. Dem klaren Ziel, unter den besten drei im Norden zu stehen, steht momentan nicht viel im Weg. Dies bedeutet folglich auch für die Berliner, dass sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Teilnahme an der Endrunde qualifizieren werden.

Auch der Ahlhorner SV ist wieder im Spitzendtrio zu finden.

Bei zwei Niederlagen gegen das Duo an der Spitze, hat der ASV alle anderen Spiele in der Hinrunde zum Großteil deutlich gewinnen können. Der Anspruch des Teams ist selbstverständlich auch dieses Jahr wieder, an der DM teilzunehmen. Noch hat der ASV zwei Verfolger, die das noch verhindern möchten. Sofern der ASV seine Spiele gegen die direkten Verfolger aus Hannover und Kellinghusen aber gewinnen wird, sollte die Qualifikation nur noch Formsache sein.

Das wollen der TK Hannover und der VfL Kellinghusen nach Möglichkeit verhindern und versuchen, noch auf den DM-Zug aufzuspringen.

Gute Karten, Ahlhorn in die Suppe zu spucken, hat der TK Hannover. Mit nur einer Niederlage mehr auf dem Konto als der Konkurrent aus Ahlhorn hat die junge Mannschaft aus der Landeshauptstadt noch gute Chancen auf die Qualifikation. Mit einem Sieg gegen Ahlhorn und Pflichtsiege gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenregion ist die Endrunde auf jeden Fall im Rahmen des Möglichen.

Mit nur noch geringen Chancen auf eine Qualifikation in Mannheim steht der VFL Kellinghusen auf dem 5. Tabellenplatz. Die Mannschaft um Jungnationalspieler Rouven Kadgien müsste alle Spiele in der Rückrunde gewinnen und zudem darauf hoffen, dass die Konkurrenz zu ihren Gunsten spielt.

Der Leichlinger TV, die Berliner Turnerschaft und der ersatzgeschwächte TSV Hagen werden die beiden Absteiger unter sich ausmachen und haben keine realistischen Chancen, in den Kampf um die DM-Tickets einzugreifen.

Insbesondere das Duell zwischen Ahlhorn und Hannover verspricht, ein wegweisendes zu sein.

Überraschungserfolge in der Liga könnten die Tabellenkonstellation zusätzlich durchmischen. Ein genauer Blick gen Norden lohnt sich also. Wir werden die Liga gründlich beobachten und von den neuesten Entwicklungen berichten.